Baum 2

Aba Gefen

Aba Gefen, geboren 1920 oder 1922 im jüdischen Simna, Litauen. Der Vater führt einen Stoffladen; zu Hause wird Jiddisch, Russisch und Litauisch gesprochen; Aba und seine Brüder Binyamin, Yosef und Yehuda lernen Hebräisch in den jüdische Schulen und Universitäten in Marijampolė und Kaunas. Litauen galt als "Little America" , bis die Sowjets kommen: kaum antisemitische Vorfälle vor dem Krieg, zionistische Jugendorganisationen wie Betar, in der Aba Mitglied war, bleiben lange unbehelligt. Als Universitätsstudent in Kaunas unterstützt Aba Flüchtlinge, bis der NKWD ihn auffordert, es zu unterlassen. Während der sowjetischen Herrschaft werden viele nach Sibirien deportiert; der deutschen Invasion fallen dank der Kollaboration Litauens viele Juden zum Opfer. Gefen wird zusammen mit mehreren tausend Juden gefangen genommen und zum 7. Fort getrieben - er ist einer von sieben, die durch seine Verbindung mit einem ehemaligen Leutnant der Unabhängigen Litauischen Armee vor der Ermordung bewahrt wird. Rückkehr nach Simna, wo die litauischen "Schaulisten" oder "Schützen" (eine paramilitärische Organisation, die offiziell als Union der litauischen Schützen oder Lietuvos Šaulių Sąjunga bekannt ist) unter deutschen Behörden für die Deportationen verantwortlich sind. Nach Deportation und Tod seines Vaters und zweiten Bruders flieht Gefen mit einem seiner Brüder und lebt auf verschiedenen Farmen, versteckt von Nichtjuden. Die in Simna verbliebenen Juden werden in einem nahe gelegenen Wald hingerichtet. Aba Gefen publiziert seine Kriegserfahrungen, einschließlich der Namen von Antisemiten und litauischen Kollaborateuren in einer Zeitschrift und gilt postwendend als eine gefährliche Person unter den Litauern, die glauben, er werde das Tagebuch benutzen, um nach dem Krieg Rache an ihnen zu üben. Aba Gefen vermittelt zehn Juden sichere Passagen und Verstecke. Schließlich entscheiden sich die Brüder an die Front zu gehen, wo sie Zeugen der letzten Schlacht zwischen sowjetischen und deutschen Truppen werden und in einer Gegenspionageeinheit den Sowjets die Namen von Litauern preisgeben, die mit den Nazis kollaborieren.

 
 

Testimonials für den Baum

Bei der "Bricha" (Flucht) Bewegung, die unserem Vater so wichtig war, ging es um Menschen, die einander helfen, in Sicherheit zu kommen und eine neue Heimat zu finden. Wir sehen den "Hain der Flucht" nicht nur als Gedenken an die historischen Ereignisse, sondern auch als Wegweiser für eine Zukunft, in der die Menschen denen helfen, die weniger Glück haben, Schutz, Ruhe und Frieden finden als Symbol im wunderschönen Krimmler Achental.

Meir & Yehuda Gefen

 
 

Testimonials an Personen

 
 

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